• 21. Februar 2015 12:02
  • Sendung vom 21.02.2015, Topic

World of Botcraft

Was können automatisierte Programme?


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Unsere Redaktion hat ein neues Mitglied: den @breitbandbot. Dieser Twitter-Bot hält sich für den besseren Replikanten und für einen zukünftigen Moderatorenersatz. So steht’s zumindest in seiner Bio-Beschreibung. Tatsächlich hat er uns Menschen gegenüber einen Vorteil: Er schläft nie. Und er hat zu allem etwas zu sagen:

Das hört sich vom Vokabular tatsächlich sehr nach Breitband an. Kein Wunder, denn seine Tweets generiert das Programm automatisch aus alten Tweets unseres Twitteraccounts. So fabriziert @breitbandbot neue Datenmengen: Stündlich einen Tweet und immer, wenn er selbst erwähnt wird, eine Antwort. Wenn auch mit Grammatikschwächen.

Es gibt unzählige dieser Twitterbots. Einen der dienstältesten auf Deutsch twitternden Bots, @trottelbot, hat Kathrin Passig miteintwickelt. Mit ihr sprechen wir darüber, wie der @trottelbot funktioniert, wie er von seinen Lesern wahrgenommen wird und welche Möglichkeiten sich ergeben, wenn man Künstliche Intelligenz mit den automatisierten Prorgammen verknüpft.

Wenn es um das geschriebene Wort geht, sind Unterschiede zwischen Mensch und Bot mal leichter und mal schwerer auszumachen. So konnte es Caspar Clemens Mierau bereits in den 90er-Jahren passieren, dass er wochenlang mit einem Chatprogramm flirtete. Mierau hat jetzt einen eigenen Replikanten, den @leitmarvin.

Doch wie verhält es sich mit anderen Anwendungsmöglichkeiten der automatisierten Programme? Sind Bots vielleicht doch die besseren Internetnutzer? Und wollen sie mehr als nur spielen? Miriam Sandabad hat sich einige von ihnen angesehen. Wie zum Beispiel den von @bundesedit:

Wer selbst mal versuchen möchte, einen Twitterbot zu bauen: Nach diesem HowTo hat Marcus Richter unseren @breitbandbot gebastelt. Tipp von Marcus: „Um die Kommunikation richtig zu starten, erwähnt ihr euren neuen Replikanten in eigenem Tweet und packt am Besten noch ein paar andere Replikanten rein, dann geht es relativ schnell los.“ Mac-User sollten außerdem die Entwicklungsumgebung Xcode installieren. Und wenn man sich selbst nicht traut, weil man Angst vor der Kommandozeile hat: Hier eine ausführliche Ermunterung mit weiteren Anleitungen und Tipps.

Bild: Little Jedi Bot 1 by sicklizard auf sicklizard.deviantart.com, CC BY