• 30. Juni 2017 10:06
  • Sendung vom 01.07.2017, Sendungsüberblick

Wie beeinflusst “Computational Propaganda“ die politische Stimmung in Deutschland?

DIE THEMEN DER SENDUNG VOM 01. JUlI 2017


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Eine Diskussion in der Öffentlichkeit ist wichtig für Meinungsbildung und Demokratie. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Diskurs offline oder online stattfindet. Wohl aber spielt eine Rolle auf welchen Kanälen sich die User austauschen. Denn soziale Netzwerke nehmen mit ihren Algorithmen zumindest indirekt Einfluss auf den demokratischen Diskurs. Auch Bots können Einfluss nehmen. Wir sprechen darüber mit Ingrid Brodnig und beleuchten dabei unter anderem auch die Oxford-Studie zu „Computational Propaganda“.

[Wie beeinflussen uns Algorithmen und „Computational Propaganda“? mp3, 15.03 ]

Google-Strafe, Vorratsdatenspeicherung und der #Ehefüralle-Fail der AfD

Die Meldungen der Woche: Die EU hat eine Rekordstrafe gegen Google verhängt, weil die Firma seine marktbeherrschende Stellung missbraucht haben soll. Google verteidigt sein Geschäftsmodell und erwägt vor den EUGH zu ziehen. Der Anwalt für Marken- und Wettbewerbsrecht Jonas Kahl schätzt die Lage für uns ein:

 

In Deutschland hat die Bundesnetzagentur nach einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts NRW die Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung ausgesetzt. Wir sprechen über die Folgen.
Die AfD twitterte am Mittwoch zu „Ehe für alle“ ein Foto von fünf Personen mit der Überschrift: „Das ist eine Familie.“ Twitter-User hatten ihre eigenen Antworten darauf …

[Google-Strafe, Vorratsdatenspeicherung, #EheFuerAlle – Die Medien & Meinungen. mp3, 04.14 ]

Staatstrojaner reloaded

Peter Schaar, der ehemalige Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit a.D, hat kürzlich das Staatstrojanergesetz in einem Kommentar scharf kritisiert. Wir sprechen mit ihm über mögliche Schäden und fragen, wie ein verantwortungsvoller Umgang staatlicher Akteure mit so einem Instrument aussehen könnte.

[Verstößt das neue Gesetz zur Online-Überwachung gegen das Grundgesetz? mp3, 07.57]

„Ceci n’est pas une ID“

Fotos auf Ausweisdokumenten müssen einer bestimmten Norm entsprechen: Nicht lächeln, Kopf gerade, keine Haare im Gesicht. Vorgaben, die nötig sind, damit automatisierte Gesichtserkennung Bilder abgleichen können und damit dem zuständigen Grenz- oder Polizeibeamten die Identifikation leichter fällt. In Frankreich hat der Künstler Raphaël Fabre bei der Ausweisbehörde kein Foto eingereicht, sondern ein am Computer gestaltetes Abbild von sich. Es hat geklappt. Ein Kunstwerk mit vielen Ebenen.

[Das falsche Ausweisbild vom echten Menschen – Die Kunst des Raphaël Fabre. mp3, 07.39]

Das Team

Moderation: Vera Linß und Martin Boettcher
Redaktion: Marcus Richter und Jana Wuttke
Netzmusik: Teresa Sickert
Webredaktion: Markus Köbnik

 

Foto: Chris Barbalis

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