• 16. Juli 2011 14:07
  • Besprechung, Netztheorie, Sendung vom 16.07.2011

Thinktank oder freie Forschung?

Warum Google ein Berliner Forschungsinstitut finanziert


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In Berlin wird im Oktober ein Institut für Internet und Gesellschaft entstehen. Es soll an der juristischen Fakultät der HU angesiedelt werden, arbeitet interdisziplinär und will sich z.B. mit Geschäftsmodellen im Netz beschäftigen, aber auch mit Formen des Rechts in einer digitalen Gesellschaft. Im Prinzip ist das erstmal eine gute Neuigkeit, da es Vergleichbares in der deutschen Forschungslandschaft kaum gibt. Problem ist allerdings, dass es für dieses Institut bislang nur einen Sponsor gibt. Nämlich Google.

Da tauchen natürlich Fragen auf um die Unabhängigkeit eines solchen Instituts, um die deutsche Forschungslandschaft überhaupt in diesem Bereich, in Feuilletons und Blogs wird das reichlich diskutiert, zum Beispiel von CCC-Sprecher Frank Rieger, der für die FAZ lesenswert ausgerechnet hat, dass Google die nötigen 4,5 Millionen Euro an einem halben Tag verdient.

Auch unser Kollege Philip Banse hat sich in die Debatte eingeschaltet. Mit ihm haben wir genau darüber gesprochen, wo das Institut zu verorten ist: Lobby-Maschine mit Gschmäckle, Thinktank oder unabhängige Forschung? Und wieso ist das privatfinanzierte Institut ein Armutszeugnis für die deutsche Forschungslandschaft?

(Foto: Danish Puthan Valiyandi – www.danishpv.com – CC-BY)