• 26. August 2017 11:08
  • Netzmusik, Sendung vom 26.08.2017

Autofahren mit dem Schwiegersohn

Die Netzmusik vom 26. August 2017


Musik wie eine Fahrt durch sternenklare Nacht mit offenem Verdeck: Bei „Late Nights“ möchte man sofort aussteigen und mittanzen. Das Stück wird uns kostenlos von Daniel Rodriguez alias Kilohurts zur Verfügung gestellt, einem – laut Selbstbezeichnung – ziemlich durchschnittlichen Highschool-Studenten aus Miami, der seine gar nicht durchschnittlichen Songs selbst verlegt.

Those Things sind eine Band aus Vancouver. Was sie machen, geht nach vorn: mit poppigen Zeilen, der Energie eines Punk-Songs und Metal-Gitarren – und einer klaren Frauenstimme. Das erste Album erschien 2014, wir hören ein Stück, das auf der Musikplattform Jamendo bereits mehr als 112.000 Mal gehört wurde: „1985“.

„I’m a boy who makes music. Date me.“ Damit wirbt Dylan Van Savage für sich. Der junge Mann sieht auf seinen Fotos auch recht „schwiegersohnkandidatenmäßig“ aus. Zumindest musikalisch, nicht unbedingt textlich passt dann auch die Musik: Nahezu klassisch und pianozentriert arrangiert, während er in der Tradition des Crooners dazu singt. Ein gutes Beispiel dafür: das vorgestellte Stück „Strange Things“.

Hinter der Band High Dart stecken drei namenlose Frauen aus Berlin, in ihrer Musik gern alles mit allem vermischen und mit jedem Song kurze Schnapschüsse festhalten wollen. Das tun sie bereits seit 2006 und heraus kommt psychedelisch-wütender Valium-Pop. Wir hören „Heavy Meds“.

Was ein Kristall-Pelz sein soll, das erklären uns The Crystal Furs leider nicht. Aber sie wollen unsere Freunde sein. Das schreibt die texanische Band jedenfalls auf ihrer Webseite: „We’re an indiepop band from Texas, making melodic guitar & organ pop tunes. Let’s be pals.“ Der melodische Gitarren-Pop kommt besonders gut in folgendem Song zu Geltung: „Capture You“.

Der junge Niederländer Stijn van Wakeren aus Utrecht nennt sich selbst den „niedlichsten Komponisten überhaupt“, und neben seinem Sinn für Humor pflegt er mehrere Talente: Klavierspielen, an elektronischer Musik basteln und Videospiele entwickeln. Passend dazu veröffentlichte er vor Kurzem eine kleine Sammlung von Songs, die auf digitalen Spielesounds basieren. Wir hören daraus „Interactive Dream Device“.


Playlist:

KilohurtsLate Nights (CC BY)

Those Things1985 (CC-BY-NC-SA)

Dylan Van SavageStrange Things (CC BY)

High DartHeavy Meds (CC BY)

The Crystal FursCapture You (CC BY-NC-SA)

Stijn Van WarekenInteractive Dream Device (CC BY)

 

Zusammengestellt von Miriam Sandabad.

Foto: „Night driving“ von Oleksii Leonov, CC BY-SA 2.0

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