• 7. März 2015 14:03
  • Netzkultur, Sendung vom 07.03.2015

Freundschaft auf Raten

Die App PPLKPR bewertet die Freundschaften ihrer Nutzer


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Man könnte mal wieder ein spannendes Buch lesen – oh, der Onlinehändler schlägt auf Basis der bisher gekauften oder angesehenen Artikel passendes Lesefutter vor. Und die Bar, die letztens in der Veranstaltungs-App gepriesen wurde, war tatsächlich so gemütlich wie das eigene Wohnzimmer. Dass uns intelligente Algorithmen in Apps, sozialen Netzwerken und anderen digitalen Dienstleistungsangeboten Entscheidungen abnehmen und Vorschläge machen, das ist nicht neu.

Allerdings sind dies alles Prozesse, die zunächst auf der virtuellen Ebene und nur zwischen Mensch und Algorithmus stattfinden. Tatsächliche zwischenmenschliche Beziehungen von Angesicht zu Angesicht regeln wir normalerweise noch immer ohne technische Beratung. Denn mal ehrlich: 

Brauchen wir wirklich eine App, die uns sagt, wer gut für uns ist und wer nicht? Sind wir wirklich schon so abhängig von Computern? Die App pplkpr (kurz für People Keeper) will ihren Nutzern helfen, herauszufinden, welche Freundschaften ihnen gut tun und welche nicht.

Jochen Dreier hat sie sich näher angeschaut und ist der Frage nachgegangen, ob sie das Zeug zum zu einem neuen Geschäftsmodell hat.

Foto: „friendship“ von Tinou Bao, CC BY 2.0