• 19. Mai 2017 13:05
  • Sendung vom 20.05.2017, Sendungen, Sendungsüberblick

Staatliche Überwachung: Bis einer weint

Die Themen der Sendung vom 20. Mai 2017


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Die Superlative zur Cyberattacke „WannaCry“, zum „größten Erpressersoftware-Angriff der Geschichte“ überschlagen sich. Ebenso wie die Spekulationen, wer es denn jetzt gewesen ist. Nordkorea womöglich oder doch geschickte Kriminelle? War die Erpressersoftware nur eine Ablenkung, um zu verdecken, dass ein anderer Trojaner Computer nutzt, um Kryptogeld zu erzeugen?

Eine weitere wichtige Frage: Hätte WannaCry verhindert werden können? Denn die Software nutzt ein Angriffswerkzeug des US-amerikanischen Geheimdienstes NSA, das schon vor einem Monat von einer Hackergruppe veröffentlicht wurde. Meike Laaff fasst die Ereignisse der letzten Woche zusammen.

Behörden setzen aufs Horten von Sicherheitslücken

Ausgerechnet in dieser Woche gibt es von der deutschen Regierung einen neuen Gesetzentwurf, der von netzpolitik.org veröffentlicht wurde: In den kommenden Monaten will die Regierung die rechtlichen Grundlagen für einen umfangreichen Einsatz von Überwachungsprogrammen auf Endgeräten von Verdächtigen schaffen.

Problematisch daran: Die Polizeibehörden und Nachrichtendienste müssen sich den Zugang auf die Geräte über Sicherheitslücken verschaffen – diese also wie die NSA horten. Soll die Fähigkeit der Geheimdienste, mit Hilfe dieser Sicherheitslücken ungestört spionieren zu können, wirklich schwerer wiegen als die IT-Sicherheit von Privatnutzern, Unternehmen und Infrastruktur? Über den neuen Gesetzentwurf zum Staatstrojaner und staatliches Hacken sprechen wir mit Andre Meister von netzpolitik.org.

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Hate-Speech, neues Personalausweis-Gesetz, Strafe gegen Facebook

Die Meldungen der Woche hat Miriam Sandabad dabei. Sie berichtet uns von dem umstrittenen Gesetz für soziale Netzwerke, der Änderung des Personalausweis-Gesetzes und der 110-Millionen-Strafe der EU-Kommission gegen Facebook wegen falscher Angaben bei der Übernahme von WhatsApp.

Das gesamte Interview mit dem Anwalt Jonas Kahl zum Netzwerkdurchsetzungsgesetz:
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Am Rande der Wahrnehmung

Sie vibriert und klingelt ohne Unterlass, eine Benachrichtigung folgt auf die nächste: Oft drängt sich Technik ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit und bringt uns zum ständigen Konsum. Amber Case setzt sich für Calm Technology ein – „ruhige Technologie“, die nach dem Prinzip entworfen ist, Informationen zu vermitteln, die nebenbei wahrgenommen werden können. Wir sprechen mit der Autorin und Cyborg-Anthropologin darüber, wie das funktionieren kann.

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Die mp3 ist tot, lang lebe der neue König

Letzten Monat ist das Patent des mp3-Formats ausgelaufen. Seitdem wird gerufen: „Die mp3 ist tot!“ Laf Überland fragt: Müssen wir sie wirklich zu Grabe tragen?

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Moderation: Vera Linß und Marcus Richter
Redaktion: Jochen Dreier und Jana Wuttke
Netzmusik: Teresa Sickert
Web: Nora Gohlke

Bild: Godspeed Diana 01/02/1918 to 06/29/2008 von Wendy auf Flickr, CC BY-SA

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