• 16. April 2016 13:04
  • Medien und Meinungen, Sendung vom 16.04.2016

Von Böhmermann zu den Bots beim Facebook-Messenger

Die Meldungen der Woche vom 16.04.2016


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Die Meldungen der Woche von Teresa Sickert.

Die Bundesregierung hat auf Antrag des türkischen Präsidenten die Strafverfolgung des ZDF-Moderators zugelassen. Und wirklich alle haben haben im Vorfeldetwas dazu gesagt. Auch Kai Diekmann, der am Mittwoch einen Facebookpost veröffentlicht hat, in dem es hieß „Jan Böhmermann bricht sein Schweigen! Das große Interview zum Erdogan-Eklat!“ Darunter dann ein Fake-Interview, das stark kritisiert wurde. Unter anderem von Friedemann Karig auf jetzt.de. Das Satiremagazin TITANIC hat mittlerweile “Das erste Interview mit Böhmermann-Interviewer Kai Diekmann!” gemacht.

Ein weiteres Thema diese Woche: die Entwicklerkonferenz F8 von Facebook, bei dem es um den Messenger ging. Das Unternehmen stellt ab sofort seine Infrastruktur Drittanbietern zur Verfügung, damit die ihre Chatbots in den Messenger integrieren können. Zum Start bei der F8 waren schon ein Newsbot von CNN und vom WallstreetJournal, der Wetter Bot “Poncho” und auch ein Blumenlieferant dabei. Bots gelten als das nächste Große Ding im Netz. Das hat auch Microsoft auf seiner Entwicklerkonferenz vor zwei Wochen bestätigt. Passend dazu ist in dieser Woche die Website “Botlist” gestartet. Eine Datenbank mit allen bislang existierenden Bots.

Der Soft- und Hardwarehersteller Microsoft liegt im Streit mit der US-Justiz. Der Konzern will das Recht erstreiten seine Kunden über Anfragen von US-Behörden nach ihren Daten zu informieren. Bislang sind diese Anfragen geheim. Grund dafür dürfte ein aktueller Rechtsstreit mit der US-Regierung sein. In dem Fall geht es darum, dass Microsoft Emails rausrücken soll, die auf Servern in Irland gespeichert sind. Microsoft weigert sich aber und bekommt auch viel Unterstützung von anderen US-Tech-Konzernen wie eBay und AT&T und Bürgerrechtsorganisationen dafür. Denn: Daten im Ausland müssten vor dem Zugriff von US-Behörden geschützt werden.

Foto: „Facebook Messenger appvon Kārlis Dambrāns, CC BY-SA 2.0